Urlaubsabenteuer wegen brutalem Drachen verschoben

Es sollte etwas ganz besonderes werden.
Es wurde sehr lange vorbereitet , geplant und recherchiert .

Als Sehbehinderter muss man aufgrund der fehlenden Mobilität mit einem Auto schon ein paar Dinge mehr beachten und planen , besonders wenn man wie B.Scheuert’s keinen Pauschalurlaub ‚All inklusive‘ machen möchte und auch nicht im Hotel wohnen möchte.

Wir zählten schon die Tage bis es losgehen sollte
Aber dann ….kam uns so ein doofer Vulkan dazwischen .
Ja , eigentlich war ein Urlaub auf La Palma geplant .

Inzwischen wurde dieser Urlaub storniert und auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.


Vor 4 Wochen brach der Vulkan aus .

Ich glaub ja das Frau B .ne Hexe ist, vor Monaten als mal alles so richtig schief lief , meinte sie mal  nicht ganz ernst gemeint:
“ Fehlt jetzt nur noch das auf La Palma ein Vulkan ausbricht !“ ( Sowas sagt sie nie wieder, auch nicht aus Spass)

Vor vier Wochen fing das Drama wirklich an .
Zuerst dachten wir , na ja , dann spuckt er ein wenig und hört wieder auf , solange niemand zu Schaden kommt ist es nicht so schlimm.

Aber leider entwickelt er sich immer mehr zur absoluten Katastrophe , besonders für die Menschen die dort leben und ihr ganzes Hab und Gut verloren haben.
Einfach nur schlimm und es hört noch nicht auf !

Unser Mitgefühl geht an alle Menschen die dort leben und an die , die alles verloren haben .

Bewundernswert finde ich die Einstellung eines Palmeros bei einem Zeitungsinterview.

Zitat :

„Nun, niemand wird hier mit einer Täuschung geboren. Mein Urgroßvater hat auf dem Vulkan gebaut, mein Großvater hat alles auf dem Vulkan verloren, mein Vater hat wieder auf dem Vulkan gebaut und wir haben einfach alles auf dem Vulkan verloren. Und Sie fragen mich: Warum? Ganz einfach. Weil wir auf einem Vulkan leben. Wir sagen, dass wir aus Sonne, Lava und Salpeter gemacht sind, und das ist von Generation zu Generation so. Wir wissen, dass wir im Paradies leben, und wir kennen auch den Preis, den wir manchmal dafür zahlen müssen. Wenn dieser Vulkan erloschen ist, werde ich mir ein Stück Land suchen und neu anfangen.“ Zitat Ende

Sehr starke Worte finde ich !

Wir drücken ganz fest alle Daumen und Pfoten das der spuckende ,qualmende, vibrierende Drache  auf La Palma endlich Ruhe gibt .

P.s. Wer noch eine Adresse sucht an den man seine Weihnachtsspende überweisen kann , auf La Palma wirds dringend benötigt .

Offizielles Spendenkonto

IBAN: ES47 2100 9169 0122 0017 9456
BIC: CAIXESBBXXX
Empfänger:
Cabildo Insular de La Palma
Verwendungszweck:
Donación volcán

DANKE
Euer Thor

Das erste Radrennen

Vorletzte Woche hatte das Enkelkind 4 Jahre ihr allererstes Radrennen.

Das Kind ist kein Bewegungslegastheniker , sie bewegt sich gerne und viel , fast wie ich . 😉

Schon ihre Mutter fuhr in Kinder und Jugendzeit Radrennen und hatte viel Spass daran. Jahrelang war sie im Radrennsport aktiv , heute kann man sich das gar nicht vorstellen , aber sie war richtig gut und holte auch einige Pokale .

Der Vater des Enkelkindes ist auch nicht unsportlich, da bleibt es eigentlich nicht aus das das Enkelkind eine Sportskanone wird.

Für Frau B.Scheuert war das wieder eine echt schwierige Situation.

Erinnerungen wurden wach .Erinnerungen vom ersten Rennen ihres Kindes und Erinnerungen an einen fiesen Sturz ihres Kindes während dieses Rennens .

Jahrzehntelang dachte sie , sie hätte es geschafft , sie müsste nicht mehr angsterfüllt am Strassenrand stehen und hoffen das alles gut geht. Nun fängt das gleiche in der nächsten Generation an 😉

Natürlich muss man dem Kind zuliebe dabei sein , auch wenn man vor lauter Trubel die wichtigste Rennfahrerin im vorbei fahren gar nicht erkennt .

Zum Glück ist alles gut gegangen und alle hatten Spass.

„Thor , heute ist mein erstes Rennen. Ich bin total aufgeregt. “ “ Carrie , ich kann dir helfen , wenn ich dich ziehe gewinnst du garantiert.!“
Konzentrierte Rennfahrerin vor dem Rennen.

Alte Zeiten

Bildbeschreibung: Mit Strassenkreide ist eine grosse Leiter , stehend auf Gras gemalt . Der Opa liegt auf dem Bauch, auf dem Boden über der gemalten Leiter hält in der linken Hand einen mit Strassenkreide auf dem Boden gemalten Einkaufskorb und greift mit der anderen Hand nach mit Kreide auf den Boden gemalten Wolken .

Manchmal sehne ich mich nach der Zeit zurück, in der mein größtes Problem meine immer kürzer werdende Straßenkreide war, mit der ich mir beim Malen irgendwann die Fingerknöchel am Boden aufgeschrabbt habe.

Bildbeschreibung:Der Opa liegt mit angewinkelten Beinen auf einem Weg.Unter ihm ist ein Pfütze mit Strassenkreide gemalt und in der Hand hält er einen mit Kreide gemalten Regenschirm .

Unfreundlich oder was ?

Herr B. beim Arzt .
“ Na , du sprichst wohl auch nicht mehr mit jedem ! spricht ihn eine Stimme aus dem Hinterhalt an.
“ Ach hallo xx , ich hab dich nicht gesehen , aber wenn du mich ansprichst reagiere ich auch , ich hab jetzt deine Stimme erkannt .
“ Letztens hast du aber auch nicht gegrüsst ! „
“ Hast du mich den angesprochen ? „
“ Ja, ich hab gesagt : Vorsicht Rollator !
Herr B: Na , dann war der Satz zu kurz das ich deine Stimme nicht sofort erkannt habe , es wäre mal nett gewesen wenn du deinen Namen gesagt hättest!.“

Das ist kein Einzelfall , das passiert uns sehr häufig , das wir für unhöflich gehalten werden weil wir nicht grüssen.


Auch beliebt ,das Spiel : “ Hallo , kennst du mich noch ? Wer bin ich ? „


Oder das Spiel in der Dunkelheit zu stehen , zu beobachten wir wir der die oder das suchen warum der Hund so anders reagiert  und sich dann tot zu lachen.
Sorry , wir können gut Spass verstehen und auch gut über uns selbst lachen , aber an bestimmten Punkten hört der Spass auf ! Besonders schlimm finden wir das wenn die oben genannten Dinge von Personen kommen die uns schon sehr lange kennen und auch von unserer Sehbehinderung wissen.

Was würden wir uns wünschen ?
Im idealfall das man mit Namen angesprochen wird und der sprechende seinen Namen gleich mit sagt . Es ist immer schöner wenn man direkt weiss mit wem man zu tun hat ohne erst drauflos raten zu müssen wer es ist .

Wem das zuviel ist , der kann einfach auch nur ganz unpersönlich ein “ Hallo “ sagen und wir grüssen zurück , selbst wenn wir dich in diesem Moment nicht erkennen sollten.

Aber ich möchte an dieser Stelle auch mal erwähnen das es schon ganz viele Menschen so machen wie wir und jeder andere Mensch mit Sehbehinderung sich das wünscht.

Herr und Frau B. Scheuert

Thor : Geh weg jetzt , ich bin hier der Aut(h)or.Meine Tastatur

Ich hab auch was zu meckern.
Wieso wollten die mich gestern zuerst nicht in das öffentliche Gebäude lassen in dem wir etwas zu erledigen hatten?
Wissen die den immer noch nicht das Blindenführhunde da rein dürfen , zumal ich schonmal drin war ?
Besonders blöd wenn man kaum das Guten Tag aussprechen darf und sofort mit dem Satz unterbrochen wird : “ Hier dürfen keine Hunde rein ! „
Der Aufpasser oder Security ruft nach hinten : “ Das ist aber ein Blindenführhund ! „
Die Stimme von hinten : „Nein , trotzdem nicht ! „
Der Security Mensch guckt uns hilfesuchend schulterzuckend an .
Frau B, bestimmend : “ Doch der Hund darf hier rein und er war beim letztem mal auch mit dabei !
Die Stimme von hinten : “ Na gut ! „
Wir gehen rein und von diesem Moment an sind mehrere supernette Menschen u. mich herum , die mich bewundern , bestaunen , mir Komplimente machen und Frau B. über mich ausfragen.
Die waren alle sowas von nett , ich dachte die kriechen mir noch in den Hintern. 藍
Ich fands cool . Mir tat es sehr gut  mal etwas nettes gesagt zu bekommen , passiert mir ja nicht so häufig , die Olle kommandiert mich imner nur rum.

Da die Location in der Nähe der Neusser Rheinwiesen war , verbanden wir das mit einem schönem Spaziergang.
Immer wieder schön mal ausserhalb meines eigenen Reviers unterwegs zu sein. Seit Corona kommt das ja viel seltener vor als früher.

Ich musste gestern Frau B trösten.Sie war fix und fertig , weil sie festellen musste das das Shirt was sie gerade am häkeln war zu klein wird  , blöd wie sie ist fällt ihr das erst auf als sie schon zwei Drittel gehäkelt hat . Fürs Enkelkind wäre es aber viel zu gross geworden , nun hat sie alles aufgeribbelt und machts neu.

Bin mal gespannt.

Bis bald

Euer Thor

Mein Date mit dem Panzerknacker

Ich hatte ein Date mit dem Panzerknacker .Wir haben besprochen wie wir das Woll Geschäft am besten ausrauben .

Frau B. war leider nicht dabei , denn sie musste das Stroh in ihrem Kopf wieder auswechseln

Jetzt mit dem frischen Stroh muss sie aufpassen das sie nicht zu viele zündende Ideen hat.

Nachdem ich den Laden ausgeraubt habe und die Ware sicher nach Hause gebracht habe , häkelte Frau B. das ein und das andere Teil .

Als es bei uns an der Türe klingelte und das Krokodil mit der Polizei unsere Wohnung zur Hausdurchsuchung stürmte …

…sprang ich aus dem Fenster und rannte zum grossem Turm

Ich rief: Kraki , Kraki , lass dein Arm herunter !

und die wunderschöne Oktupussin schmiess mir einen ihrer Arme entgegen so das ich zu ihr auf den Turm klettern konnte

Die Oktopussin hat mir geraten mit ihr zu einer einsamen Insel ans Meer zu flüchten.

Ich bin mir noch nicht so sicher und denke noch drüber nach .

Bis bald

Euer Thor

Der Mann mit dem Buschmesser

Ihr wollt wissen was hier so los ist ?
Nix besonderes !
Wir haben ein Survival Training am Rheinufer gemacht .


Der Rhein hat immer noch Hochwasser , meine Lieblingsstrände sind futsch .
Auf dem Stück zwischen den Wiesen und dem Ufer wird nichts gemäht , dort wuchern Brennessel und Brombeergestrüpp.


Um mich glücklich zu machen , gingen meine bescheuerten einen kleinen schmalen Trampelpfad runter zum Ufer .


Frau B. wollte nicht an der gleichen Stelle wieder hoch ,also balancierte sie nah an der Wasserkante herum und ging flussaufwärts.


Herr B. war das viel zu gefährlich , denn die Gefahr war gross dort nasse Füsse zu bekommen , da seine Füsse aus Zucker sind und bei Nässe wegschmelzen war das so gar nicht sein Ding .


So tat er was ein Mann der den Weg nicht findet tun muss , er schlug sich durch das mannshohe Brombeer und Brennesselgestrüpp. Mit der kurzen Hose war dies sehr gut für seine Beindurchblutung !
Frau B .war mittlerweile wieder mit nassen Füssen auf dem oberen Weg angekommen , da sie mir einfach hinterherlief , denn ich hab den nächsten Trampelpfad gefunden.


Herr B. meint ja immer er kanns besser , nun steckte er fest , um ihn herum nur Brombeeren und Brennessel , er fand nicht heraus .
Herr B was not amused . Wir hörten ihn , aber zu sehen war nichts . Zum Glück fand ich dann noch einen Trampelpfad ganz in seiner Nähe und wir retteten ihn.


Am nächsten Tag musste er zur Physiotherapie ….die zerschundenen Beine waren wohl schon der Blickfang beim Eintritt in die Praxis.
Jetzt läuft er immer mit dem Riesen Buschmesser herum !

Bis bald

Euer Thor